Zutaten

Das Holz

Mhudi_-6 copy.1Welche Art von Holz man verwendet, liegt im eigenen Ermessen. Am Kap machen manche ihre Grillfeuer aus Kameeldoring (Kameldorn) oder Rooikrans (Akazienart). Diese Hölzer sind hier nicht erhältlich. Manche der Cape Wine Master grillen auch auf Wingerdstompies (alten Weinstöcken). Diese gesunde Alternative zum üblichen Brenngut ist auch in Deutschland erhältlich. Wer in einem Weinbaugebiet lebt, fragt ansässige Winzer. Man kann Abschnitte von Reben unter dem Namen „Rebenglut Weinreben“ aber auch im Internet bestellen. Unter dem Namen „Rebenglut Weinstöcke“ gibt es auch bis zu 35 Jahre altes Stammholz von Weinstöcken. Zusammen sorgen die beiden zu 100 Prozent natürlich nachwachsenden Brennstoffe für ein besonders geschmackvolles Grillgut. Die Rebenglut Weinstöcke kommen ins Spiel, sobald mithilfe der Rebenglut Weinreben in Minutenschnelle eine perfekte Glut erzeugt wurde.

Shop: www.rebenglut.de

Das Fleisch

BoereworsViele Zutaten für einen original Braai sind auch in Deutschland üblich oder zu erwerben, für andere gibt es gute Alternativen. Boerewors kann man im Sommer in großen Verbrauchermärkten finden. Im Internet gibt es die schneckenförmige Bauernwurst (unter anderem bei www.biltong.de). Eine mögliche Alternative ist eine handelsübliche grobe Kringelbratwurst, die man mit scharfen afrikanischen Gewürzen mariniert.

Straußenfleisch ist in gut sortierten Verbrauchermärkten erhältlich. Afrikanisches Beef und Wildfleisch wie Kudu oder Springbock gibt es im Internet unter anderem bei www.africarne.com und www.kudufleisch.de. Der Kaufhof bietet bei afrikanischen Aktionswochen auch Fleisch aus Südafrika und dem Nachbarland Namibia an.

Südafrikanische Fischsorten wie Kingklip finden sich immer mal wieder im Fischhandel. Sie können aber auch durch Dorsch, Kabeljau oder andere Weißfische mit festem Fleisch ersetzt werden. Der südafrikanische Butternut-Kürbis wird auch hierzulande angebaut. Die einzige typische Braai-Zutat, die man mit größter Wahrscheinlichkeit nicht bekommt, sind Waterblommetjies. Als Ersatz kommen grüne Bohnen infrage, da ihr Geschmack dem der Wasserblumen am ehesten ähnelt.

Die Gewürze

braai marinand -4 copy editDie Seele des Braai sind Kräuter, Gewürze, Soßen und Chutneys. Knoblauch, Ingwer, Koriander und mediterrane Kräuter wie Rosmarin – natürlich alles frisch – sind unverzichtbar. Unter den Gewürzen spielen Koriandersamen, Nelken, Zimt, Kardamom, Chilipulver, Kurkuma, Garam Masala und (kapmalayische) Currymischungen eine große Rolle. Mit ihnen mariniert man, wie auch bei uns üblich, das Grillgut sowohl trocken als auch nass.

Serviert wird das Grillgut mit Chili-scharfen Zulu-Soßen, Chutneys und Relishes, mild-scharfer Jabula-Soße sowie Peri-Peri aus getrockneten Pfefferschoten mit Öl. Unverzichtbar als Beigabe sind auch fruchtige, süßsaure und feurig-scharfe Chutneys. Die Südafrikaner tauchen ihr Grillgut gern in diese herben Konfitüren.

Beliebte südafrikanische Gewürzmischungen, Soßen und Relishes sind die Produkte der Marke „Mama Africa’s“ (www.mamaafricas.com). Sie werden in Johannesburg ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungs­mittel hergestellt  und sind in größeren Verbrauchermärkten (z. B. Real) oder auch im Internet erhältlich. Im Internet findet man weitere südafrikanische Gewürze, Soßen, Chutneys und Relishes.

Der Grill

BraaiMastersDas südafrikanische Braai ist eine Kombination aus robuster Außenküche und offenem Kamin. Der Begriff Braai kommt aus dem Afrikaans und bedeutet Grill oder grillen. Und das ist in Südafrika festen Bestandteil der Kultur, wie jeder Südafrikaurlauber bereits erleben hat.

Der größte Unterschied liegt wohl in der Kohle. Die Deutschen kaufen ihre Grillkohle fertig und die Südafrikaner machen ihre eigene Holzkohle. Es dauert zwar länger, aber dafür bekommt das Fleisch eine herrliche Geschmacksnote. Je nachdem, welches Holz man verwendet, ändert sich der Geschmack. Einen speziellen Braai-Grill oder den typischen südafrikansichen Potjie-Topf bekommt man inzwischen auch in Deutschland unter: www.braaishop.de.

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