Blue Sky Brunch

Bellingham – Der von Natur aus experimentierfreudige Winzer Niel Groenewald überschreitet bei seinem Umgang mit Nahrungsmitteln und Wein gerne mal ein paar Grenzen.„Ich serviere zu jedem Essen Chenin Blanc, sogar zum Brunch!“ schmunzelt der sanfte Zwei-Meter-Riese, wenn er seinen Lieblingswein zu seinem Barbecue-Pie, mit dem Namen „Kwaai Braai Paai“ (Kreuzgrillkuchen) reicht. Das Rezept stammt von einem alten Freund der Familie. Das Schöne am „Kwaai Braai Paai“ ist, dass man mit den Zutaten, die gerade zur Verfügung stehen, improvisieren kann. Man kann auch Reste aus Steaks und Würstchen vom letzten Braai-Abend verwenden. Den Brunch am Freitag nutzt Niel, um mit seinen Mitarbeitern entspannt über die Vorkomnisse im Weingut zu plaudern.

Niel ist überzeugt, dass jeder Mann in der Lage sein muss, ein Braai zu machen! „Ich liebe es, Steaks, Koteletts, Sosaties, Lamm am Spieß sowie Wildfleisch, Snoek und Galjoen zu grillen.“ In seiner Freizeit unternimmt Niel Outdoor-Ausflüge nach Namibia, Botswana und ins südliche Mozambique, seinem Lieblingsziel. Hier entspannt er sich unter Mangobäumen, taucht ab oder liest ein gutes Buch – fern ab von Handy oder TV.

Wenn Campingausflüge zeitlich nicht möglich sind, bietet die Farm Bellingham Werf, umgeben von einer Ringmuur (kreisrunde Mauer), eine ruhige Zufluchtsstätte. Teile der Mauer stammen aus dem Jahr 1685. Der Rest der Bauten sowie umfassende Renovierungen des Herrenhauses, der Gärten und der Weinberge, erfolgten Mitte der 40er-Jahre durch 13 geschickte italienische Kriegsgefangene. Sie waren im zweiten Weltkrieg auf dem Bauernhof kaserniert.

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Kwaai Braai Paai

rezept für 6 Portionen

Bei diesem Rezept kann man richtig experimentieren. Die Mengenangaben sind nicht genau und Sie können von jeder Zutat mehr dazugeben oder etwas weglassen. Auch die Füllung kann variiert werden.

  • 2 x 500 g Blätterteig (Fertigprodukt)
  • 1 Bund Spinat, grob geschnitten
  • 3 geräucherte Hänchenbrüste, in Scheiben geschnitten
  • 250 g Schinkenspeck (Bacon), gewürfelt
  • 250 g Champignons, in Scheiben geschnitten
  • 1 Zwiebel, geschnitten
  • 1 gelbe Paprika, entkernt und geschnitten
  • 10 Piquanté-Paprikas, geschnitten (Peppadrew)
  • 1/2 Tasse Fetakäse, zerbröselt
  • 1/2 Tasse Cheddar-Käse, gerieben
  • 1 Tasse Mozzarella, gerieben
  • Frisch gemahlenes Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Den Teig ausrollen und in zwei gleich große Stücke scheiden. Die Zwiebeln, Bacon und Paprika in Olivenöl anbraten und abschmecken. Die Zutaten in der folgenden Reihenfolge auf den Teigstück aufschichten: die Hälfte des rohen Spinats, das geräucherte Huhn, Zwiebeln, Bacon, Paprika, Peppadrews, Pilze, die drei Käsesorten verteilen und dann den restlichen Spinat hinzufügen. Mit der zweiten Teigschicht bedecken. Beide Teigteile miteinander verschließen, und zu einem Päckchen formen. Beide Seiten mit Olivenöl bestreichen. Den Kuchen in einen Grillkorb geben und diesen vorsichtig verschließen – aber nicht verriegeln, sonst wird der Pie eingequetscht. Circa 15 Minuten über der Kohle backen lassen. Regelmäßig drehen, bis er goldbraun ist.


Braaitipps:

  • Niel bevorzugt hartes und langsam brennendes Holz: „Wenn Sie die Asche wegblasen, können Sie auf der Kohle am nächsten Morgen noch Kaffee kochen!“
  • Drehen Sie den Grillkuchen regelmäßig, damit er nicht anbrennt. Die Südafrikaner lieben dies allerdings.
  • Er ist fertig, wenn sich kleine Blasen bilden und der Käse herausläuft.

Weinempfehlung:

Bellinghams handverlesene The Bernard Series ist eine Hommage an den Gründer und Weinpionier Bernard Podlashuk. Der Bernard Old Vine Chenin Blanc ist ein ausgereifter Wein, dessen Frucht aus drei alten Weinbergen mit geringem Ertrag stammt. Er hat eine schön eingebundene Holznote und knackige Säure, die das fett des Käses im Kuchen durchdringt. Es gibt viele exzellente Beispiele komplexer Chenin Blancs aus alten Buschreben, die zu diesem Grillkuchen oder ähnlichen Gerichten passen.

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