Ein Meister des Feuers und der großen Weine: Jan Boland Coetzee

Nur knapp 50 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt die historische Stadt Stellenbosch. Die zweitälteste Stadt Südafrikas gilt als Bildungs- und Forschungszentrum des südafrikanischen Weinbaus und kann bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. Im 17. Jahrhundert gaben französische Hugenotten ihren reichen Erfahrungsschatz aus der ehemaligen Heimat an die hiesigen Winzer weiter. Mittlerweile werden im Anbaugebiet Stellenbosch Weine aus fast allen klassischen Rebsorten produziert, darunter auch ausgezeichnete rote Cuvées.

Wir sind zu Gast bei der ehemaligen Rugby-Legende Jan Boland Coetzee auf dem Weingut „Vriesenhof“, das im Paradyskloof Tal eingebettet zwischen Stellenbosch und dem Helderberg liegt. Mit der großen Leidenschaft, die Jan während seiner Zeit als Profisportler antrieb, produziert er seit 1980 zusammen mit seinem Team Weine, die im Ranking der südafrikanischen Winzer ganz oben einzuordnen sind und auch international beachtliche Wertschätzung erfahren. Er kultiviert mit Erfolg die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Pinotage und Pinot Noir und vertreibt sie unter den Labeln „Vriesenhof“ und „Paradyskloof“.

„Ich glaube, dass jeder Wein ein Spiegelbild seiner Umgebung ist“, erläutert Jan im Gespräch mit FIRE&FOOD seine Weinbau-Philosophie „und ich bin dankbar dafür, dass ich die einzigartige Vielfalt meines Landes mit meinen Weinen ausdrücken kann“. Dass Jan allerdings nicht nur ein sehr guter Kellermeister sondern auch ein großzügiger Gastgeber ist, beweist er uns beim anschließenden Braai, bei dem er uns zusätzlich mit herausragenden Tropfen aus seinem Weinkeller verwöhnt.  Seine gehaltvollen Weine ist exakt das, was auch zu den feurigen Noten, des tollen Fleisches, wie Lamm und Beef passt. „Braai ist nach Rugby in Südafrika der zweite Nationalsport – wir können nicht genug davon bekommen, da ist es doch klar, dass dann auch unsere Weine – unsere dritte Liebe – dazu passen müssen,“ lacht Jan!   www.vriesenhof.co.za

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Oryx Steak

Rezept: FIRE & FOOD / Jan Boland Coetzee

Oryx-Antilopen leben in Südafrika in freier Wildbahn. Ihr Fleisch hat einen sehr milden Wildgeschmack und ist sehr mager.

  • 1 Oryx Rumpsteak
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Marinade:

  • 1/3 Tasse Sojasauce
  • 2/3 Tasse Salatdressing für Tomatensalat (Fertigprodukt nach Wahl)
  • 1/3 Tasse Olivenöl

© FIRE & FOODDie Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen, das Fleisch waschen und trockentupfen und zur Marinade geben. Ca. 48 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen, während dieser Zeit das Fleisch 5 Mal am Tag in der Marinade wenden.

Grill zum direkten Grillen vorbereiten und auf hohe Temperatur bringen, Jan Boland Coetzee nutzt für dieses Rezept gerne Kamelhornholz, das er für den Rauchgeschmack auf die glühenden Kohlen gibt. Steak aus der Marinade nehmen und von beiden Seiten kurze Zeit grillen, damit das Fleisch den Rauchgeschmack annimmt. Rare oder medium/rare servieren, dafür in dünne Streifen aufschneiden.


Snoek

Rezept: FIRE & FOOD / Jan Boland Coetzee

  • 1 Snoek, küchenfertig filetiert, mit Haut
  • grobes Meersalz
  • Aprikosenmarmelade

© FIRE & FOODDen Fisch gründlich waschen, trockentupfen und von beiden Seiten mit dem groben Meersalz bestreuen. Für ca. 1 Stunde ruhen lassen. Danach das Salz abwaschen und den Fisch zum Trocknen ins Freie hängen.

Den Grill zum direkten Grillen vorbereiten. Der Fisch sollte insgesamt nicht länger als 15 Minuten über den glühenden Kohlen gegrillt werden, mit der Hautseite beginnen, gelegentlich wenden. Darauf achten, dass der Fisch nicht „übergart“ und somit trocken wird. Zusammen mit Aprikosenmarmelade servieren.

Südafrika Weininformation: Die Weine von Vriesenhof können Sie in Deutschland z. B. über Belvini Weinimport  oder Vineshop 24 beziehen.


Elmar Fetscher_lrDer Autor: Elmar Fetscher ist Herausgeber des Grill- und Barbecue-Magazins „Fire & Food“ und bekannter Spezialist wenn es um das Thema Grillen geht. Er ist immer wieder auf der Suche nach neuen Trends, Rezepten und vergessenen Traditionen. Dabei bereist er fremde Länder und besucht Grillfreunde auf der ganzen Welt.

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